Warum der Darm die Basis der Therapie ist

Der Darm spielt eine zentrale Rolle in der Gesundheit und „Ernährung“ des Körpers.
Auch ist er der Sitz des Immunsystems.
Nun gibt es eine Reihe an Geschehnissen, die den Darm und sein Mikrobiom (Darmflora) empfindlich stören können, wie z.B. Fehlernährung, Medikamente, Umwelteinflüsse, Gifte, Stress.

In dem Wort Ernährung steckt das Wort Nähren drin. Also Versorgung. 
Nährstoffe sind also Stoffe, die den Körper mit wichtigen Stoffen versorgen. Dazu gehören alle Vitamine, Aminosäuren, Mineralstoffe.

Es gibt essentielle Nährstoffe. Das sind Stoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann, wie z.B. Vitamin C. Die müssen dem Körper regelmässig über die Nahrung zugeführt werden, da es sonst zu einem Mangel kommt.
Und denn gibt es noch die nicht-essentiellen Nährstoffe. Die kann der Körper über die Nahrung selbst herstellen. 
Und da kommt nun der Darm mit ins Spiel. Aus der Nahrung werden im Darm die „Nährstoffe“ herausgefiltert, vom Mikrobiom verarbeitet und dem Körper zugeführt.

Allerdings kann das Mikrobiom selbst auch aus der Nahrung Vitamine herstellen. Das geht allerdings nur dann, wenn die Bakterien in der richtigen Zusammensetzung vorhanden sind.
Wir haben ungefähr 3 kg Darmbakterien und die wollen natürlich auch richtig „ernährt“ werden, damit sie vernünftig arbeiten können.

Durch die oben genannten „Störfaktoren“ kommt das Mikrobiom – also die Darmbakterien und das Milieu – aus der Balance. Das kann zur Folge haben, dass die Nährstoffe weder ausreichend aus der Nahrung herausgefiltert und aufgenommen werden können, noch dass die Darmbakterien bestimmte Vitamine selbst herstellen können.

Das Mikrobiom sorgt auch für eine intakte Darmschleimhaut, die verhindert, dass Giftstoffe in den Körper hinein gelangen und Nährstoffe gut aufgenommen werden können. Auch kann das Immunsystem dadurch belastet werden und es kommt zur Infektanfälligkeit, Neigung zu Allergien wie Lebensmittelunverträglichkeiten, Heuschnupfen und andere Allergien.

Wenn nun das Milieu (PH-Wert), die Bakterien und die Darmschleimhaut gestört sind, denn ist der Darm nicht ausreichend imstande den Körper und seine Organe mit Nährstoffe zu versorgen.

Wird der Körper langfristig mit Stoffen belastet, die eigentlich ausgeschieden werden sollen, kann es in dem Zusammenhang zu weiteren Symptomen führen wie z.B. Neurodermitis (der überlastete Darm gibt die Stoffe über die Haut und Schleimhaut ab), chronische Nebenhöhlenentzündungen, Darmbeschwerden, Asthma, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, Magen-Darmbeschwerden, Blähungen, Sodbrennen, Gastritiden, ja sogar durch einen aufgeblähten Bauch zu Herzstolpern, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen in der Herzgegend (das nennt man denn das Roemheld-Syndrom) und ganz viel mehr.

Der Zusammenhang zwischen Arthrose, rheumatischen Erkrankungen und Darm erkläre ich in einem gesonderten Artikel.

Da in der Schulmedizin eine Stuhlprobe oftmals nur einen groben Überblick über die Darmbakterien gibt und noch nach okkultem (verstecktem) Blut geschaut wird, ist die Aussage, ob der Darm in Ordnung ist, nicht ganz gegeben. Denn es wird nicht nach Entzündungswerten geschaut. Ebenso gibt eine Darmspiegelung auch keinen Aufschluss auf eine Darmschleimhautentzündung (leaky gut), die in der Regel nicht zu spüren ist. Ausgenommen natürlich Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, die in der Regel durch eine Darmspiegelung diagnostiziert wird.

Ist nun der Darm gestört, können die Organe nicht mehr ausreichend mit Nährstoffe versorgt werden. Das geht zu Lasten der Funktionalität der Organe.

Stress, Umwelteinflüsse, Medikamente, Erkrankungen sind wahre Nährstoffräuber. 
Es ist mit einem Auto zu vergleichen. Wenn Sie mit einem Auto immer konstant 50 fahren, verbraucht das Auto deutlich weniger, als wenn Sie mit dem Auto mit 180 über die Autobahn heizen. Der Bedarf an Betriebsstoffe (Benzin, Öl, Wasser, Luft in den Reifen…) ist deutlich erhöht. Diese Betriebsstoffe sind bei uns die Nährstoffe in unserer Nahrung, die dann um einiges mehr benötigt werden.
Ist nun der Darm nicht in Ordnung, gibt es gleich zwei Stellen, die verhindern, dass die Organe gut versorgt werden.

In der naturheilkundlichen Darmdiagnostik wird das ganze Programm angesehen. Sowohl die Darmbakterien, als auch pathogene Keime, wie Clostridien und Pilze, als auch die Darmschleimhaut wie Entzündungswerte, Verdauungsrückstände und einiges mehr. Je nach Befund wird der Darm wieder aufgebaut und somit dafür gesorgt, dass die Organe ausreichend mit Nährstoffe versorgt werden und das Immunsystem nicht unnötig belastet wird. Was gerade bei hormonellen Dysbalancen, Autoimmunerkrankungen (wie z.B. Schilddrüsenautoimmunitäten) so wichtig ist.

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